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So ist es denn erschienen - der erste "Collectors Guide" für Sammler von MegaDrive-Spielen. Zeit wurde es ja; so ziemlich jeder, der sich mit dem Sammeln von MegaDrive-Devotionalien beschäftigt, schaut neidisch auf die Sammler anderer Konsolen; obwohl sich das MegaDrive nach wie vor (oder besser: wieder) großer Beliebtheit erfreut, fehlt es an Werken wie genau diesem. Die unsäglich schlechte Yellow-List, auf der sich auch ein paar MegaDrive-Titel befinden, ignoriere ich jetzt mal geflissentlich.


Schauen wir uns das Buch "100 seltene Mega Drive Module" von Lars Nyerup also etwas genauer an. Auf den ersten Blick weist das ordentlich gebundene Buch mit Farbcover für eine Amateurproduktion erstaunliche Professionalität auf; eben keine Sammlung loser Blätter, wie man das von manchem Price Guide gewohnt ist. Sicherlich läßt sich über die Covergestaltung und vor allem deren Lesbarkeit streiten - lange aufhalten wird man sich damit aber ohnehin nicht. Ich persönlich hätte mir einen Rückentext gewünscht, damit man das Buch im Regal auch besser identifiziert, aber es handelt sich ja immerhin um die Erstauflage, der man solche Fehler auch gerne verzeiht.

Innen erwartet den Leser einige Japanfotos sowie ein paar erläuternde Texte dazu. Ob das sinnvoll ist oder nicht, mag jeder selbst entscheiden, allerdings kam in mir an dieser Stelle eine gewisse Vorahnung hoch, was mich in dem Price Guide vornehmlich erwartet. Dementsprechend folgt ein mehr oder weniger aktueller Bericht zur Lage des Gebrauchtvideospielmarkts in Japan.

Bevor es nun in den eigentlichen Price Guide geht, beschäftigt sich Lars Nyerup einige Absätze lang mit dem Sammeln von MD an sich. Hier beginnt sich denn auch ein Trend abzuzeichnen, der meinen Hauptkritikpunkt am ganzen Buch ausmacht: Es handelt sich um eine sehr subjektive Darstellung. Ich stimme dem Gesagten zwar in großen Teilen überein, erwarte jedoch von einem Price Guide, das er sich von der Subjektivität löst. Es gibt eben nicht nur Shooter- und RPG-Sammler, sondern genausoviele Komplettisten und sicherlich auch den einen oder anderen Sportspielsammler (man mag es kaum glauben), für die sich das Buch nur bedingt lohnt.

Nach einem Hinweis darauf, das sich die Preise auf einen neuwertigen Zustand beziehen, wäre eine Veranschaulichung vonnöten gewesen, was "neuwertig" ist, welche Abstufungen es sonst noch gibt, und wie diese den Preis beeinflußen - eben so, wie man es von den Preislisten anderer Sammelgebiete gewohnt ist. Was ist ein loses Modul wert? Manche mögen sagen, nichts, aber es gibt so viele wirklich seltene Module jenseits von den bekannten Größen wie "Snow Bros.", von denen man froh sein kann, überhaupt etwas in die Finger zu bekommen.... allein dieses Argument reicht aus, um ein Rating-System für Module zu vermissen.


Tja, Snow Bros. .... dieses Modul fehlt in der Auswahl der Module. Dies bringt mich zum zweiten Kritikpunkt: die Auswahl läßt doch ein wenig zu wünschen übrig. Fast alle wichtigen Japan-Shooter, aber nicht mal alle RPGs? Wo ist Phantasy Star 2, von Phantasy Star ganz zu schweigen? Ich denke schon, das sich vor allem letzteres als "selten" qualifiziert und zumindest eine Erwähnung wert ist; die Auswahl ist aber halt leider sehr subjektiv. Kein PS1, kein Snow Bros, kein Rainbow Islands, kein New Zealand Story. Kein einziges Sportspiel - und davon gibt es genug recht seltene. Die wenigen Euro-Module, die vorkommen, sind recht eigenwillig ausgewählt, und sagen wie die Japan-Module nichts über deren Seltenheit aus. Nichts für ungut, aber ein japanisches "Hellfire" ist nun mal wesentlich leichter zu bekommen als, sagen wir, ein "Spot goes to Hollywood".





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